Husten

Trockener Reizhusten und Bronchialhusten mit Verschleimung

Husten ist unangenehm. Er kann schmerzen, schaden, stören, ärgern, verraten – er kann aber auch lebenswichtig sein und retten, befreien, erleichtern, entlasten. Diese Begriffe drücken auch die enge Verbindung zwischen Seele und Körper aus.

Husten ist im Grunde genommen keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das hauptsächlich bei Erkrankungen der Atemwege auftritt. Unterschieden wird der trockene Reizhusten vom Bronchialhusten mit Verschleimung. Reizhusten wird häufig durch Virusinfekte der Atemwege ausgelöst und ist wegen des Trockenheitsgefühls meist schmerzhaft und quälend. In der Regel wandelt sich der Reizhusten nach einigen Tagen zu einem Bronchialhusten. Dieser bildet vermehrt schleimigen Auswurf und ist weniger schmerzhaft. Der verschleimte Husten sollte nicht unterdrückt werden, da sich im Schleim unzählige Viren und Bakterien befinden, die durch den Auswurf aus dem Körper geschafft werden. Je nach Art des Hustens kann die Fachperson auf mögliche Ursachen schliessen, z.B. wann ist der Husten schlimmer (nachts, morgens, am Tag, nach dem Essen), wie ist der Husten (anfallsartig, rau, bellend, rasselnd, hüstelnd, trocken, tonlos).

Pflanzenheilmittel spielen bei der Behandlung des Hustens eine wichtige Rolle. Pharmakologische Untersuchungen zeigen, dass phytotherapeutische Heilmittel den Husten durch verschiedene Mechanismen heilend beeinflussen. Dazu gehören u.a. Schleimverflüssigung, Erweiterung der Atemwege, eine zentrale Dämpfung des Hustenreflexes sowie eine desinfizierende Wirkung. Die Spagyrik hat den Vorteil, dass jeder Husten mit einer individuellen Mischung behandelt werden kann. Die Erfolgsaussichten vor allem bei chronischem, anhaltenden Husten sind damit grösser. Spagyrische und homöopathische Heilmittel unterdrücken einen für die Wiederherstellung der Gesundheit notwendigen Husten nicht, sondern unterstützen die Heilungsbemühungen des Organismus.

Das Lungensystem – unser Erdenorgan

Die Lunge ist, aus anthroposophischer Sichtweise, unser kühlstes und durchgeformtestes Organ. In den Luftwegen befinden sich (ausser bei Knochen und Zähnen) die härtesten Strukturen. Mit dieser Eigenschaft zeigt die Lunge ihre Verwandtschaft zum Erdenelement. Hier trifft die Aussenluft unmittelbar auf das hinter der dünnen Wand der ca. 30 Millionen Lungenbläschen vorbeifliessende blaue Blut und verwandelt es in rotes. Die Lunge setzt sich direkt mit der irdischen Aussenwelt auseinander und zeigt damit ihre starke Beziehung zur Erde. Ein Husten ist der Ausdruck der Luftwege, eine Disharmonie oder Krankheit anzuzeigen.

Bei Husten kann auch die seelisch-geistige Ebene hinterfragt werden: das Verlangen, die Welt anzubellen «seht mich an! Hört mir zu!» Dann kann das folgende Gedankenmuster helfen: Ich werde auf positivste Weise bemerkt und geschätzt, ich werde geliebt.

Tipp:
Spagyrische Essenzmischung bei Bronchial-Katarrh mit Calcium carbonicum naturale (Marmor) stärkt das Erdenelement und dadurch das Lungensystem. Propolis und Pelargonium zählen zu den Hauptmitteln bei akuten Infektionen. Aralia hat eine starke krampflösende Wirkung und erleichtert die Atmung. Hedera helix wirkt stark entzündungswidrig und schleimlösend.

Je nach Art des Hustens wie z. B. bei Reizhusten, Krampfhusten kann die Spagyrische Essenzmischung individuell angepasst werden.

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Toni Moser
Eidg. Dipl. Drogist
Fachberater für Naturheilverfahren, Rothenburg/Luzern

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