Rheuma

Die Volkskrankheit Nr. 1, Rheuma, ist ein Sammelbegriff für über 200 verschiedene Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates. Unter Rheumatismus versteht man alle entzündlichen und degenerativen Erkrankungen der Weichteile, Gelenke und der Wirbelsäule.

Die Ursachen rheumatischer Erkrankungen sind vielfältig. Nebst Unfällen, Verletzungen, körperlichen Fehlbelastungen, Veranlagung, Vererbung oder Alterungsprozess sind es auch Bewegungsmangel, Uebergewicht, chronische Uebersäuerung, ungünstige Ernährungsgewohnheiten, Stoffwechselprhttp://www.naturdrogerie-moser.ch/wordpress/wp-admin/post-new.phpobleme, Ungleichgewicht der Darmflora, mangelnde Leber- und Pankreasfunktion, hormonelle Störungen, Erdstrahlen, Wasseradern.

Der Rheumatiker sollte aber auch mögliche Ursachen auf seelisch-geistiger Ebene hinterfragen. Bin ich „sauer“ oder verbittert? Rheumatische Beschwerden können auch damit zu tun haben, dass man jemandem nicht vergeben will. Das will nicht heissen, dass jeder Rheumatiker verbittert ist! Wenn es aber der Fall ist, dann können eine vergebende Haltung und das Ablegen der Bitterkeit zur Heilung beitragen. Die körperliche Krankheit macht ehrlich. Das könnte im Falle der Polyarthritis bedeuten, dass diese Menschen in Wirklichkeit starr sind. Die Ueberaktivität und Beweglichkeit, die wir vor der Erkrankung fast immer vorfinden, bezieht sich leider nur auf die Körperlichkeit und kompensiert die eigentliche Unbeweglichkeit auf geistig-seelischer Ebene. Schon das Wort starr ist eng verwandt mit den Worten stur (Starrsinn), steif, störrisch. Polyarthritis-Patienten können einen zwanghaften Zug haben zu Uebergewissenhaftigkeit und Perfektionismus, sowie einen masochistisch-depressiven Zug mit starkem Bedürfnis nach Selbstaufopferung und übertriebenem Helferwillen, verbunden mit übermoralischem Verhalten und Neigung zur depressiven Verstimmung. Diese Charaktereigenschaften zeigen die eigentliche Starrheit und Sturheit, zeigen, wie wenig flexibel und beweglich jene Menschen in ihrem Bewusstsein sein können. Diese innere Unbeweglichkeit wird in sportlichen Betätigungen und in der körperlichen Unruhe lediglich überkompensiert und dient somit nur als Ablenkung (Abwehrmechanismus) von seiner zwanghaften Starre. Dies führt zur Aggression. Der Rheumatiker kann nicht zu seinen Aggressionen stehen, sonst würde er sie ja nicht verdrängen und blockieren; da sie aber dennoch da sind, erzeugen sie in ihm starke unbewusste Schuldgefühle, die zu der grossen Hilfsbereitschaft und Aufopferung für andere Menschen führen. Häufig tritt die Erkrankung auch gerade dann auf, wenn durch eine äussere Lebensveränderung die Möglichkeit nicht mehr besteht, die Schuldgefühle durch Dienen zu kompensieren.

Die Naturheilkunde führt Rheuma auf die Ablagerung von Toxinen (Giften) im Bindegewebe zurück. Abgelagerte Toxine symbolisieren in unserer Sichtweise unverarbeitete Probleme bzw. unverdaute Themen, die man nicht gelöst, sondern im Unbewussten abgelagert hat. Hier liegt auch der therapeutische Ansatzpunkt des Fastens. Durch den totalen Wegfall von Aussennahrung wird der Organismus auf Eigenernährung umgeschaltet und dadurch gezwungen, auch den „körpereigenen Abfalleimer“ zu verbrennen und zu verarbeiten. Dieser Prozess entspricht im psychischen Bereich der Aufarbeitung und Bewusstmachung der bisher abgeschobenen und verdrängten Themenbereiche. Doch der Rheumatiker will nicht an seine Probleme heran. Dazu ist er zu starr und unbeweglich – er hat sich auf etwas versteift. Er hat zu grosse Angst, seine Moralnormen, seine Dienstbarkeit, Opferbereitschaft und Fügsamkeit ehrlich zu hinterfragen. So bleibt sein Egoismus, seine Unbeweglichkeit, seine Unanpassungsfähigkeit, seine Herrschsucht und seine Aggression im Schattenbereich und somatisiert sich im Körper als sichtbare Versteifung und Unbeweglichkeit, die nun schliesslich auch der unechten Dienstbarkeit ein Ende setzt.

Die Naturheilkunde bietet eine Vielfalt an Therapiemöglichkeiten bei rheumatischen Erkrankungen:

  • Spagyrische Essenzmischung (schmerzstillend und entzündungshemmend) mit Harpagophytum (Teufelskralle), Rhus tox. (Giftsumach), Guajacum (Guajakholz), Magnesium phosphoricum (Schüsslersalz Nr. 7) und Lava (Element Feuer).
  • Heilkräuterteemischung mit Birkenblätter, Hagebutten, Teufelskrallen, Weidenrinde und Brennesselblätter.
  • Oligo-Mineralmischung mit Kupfer (antirheumatisch, entzündungshemmend), Magnesium (vermindert Knochenentkalkung, schmerzlindernd), Mangan (vermindert Knochenentkalkung), Zink (Regulation des Hormonsystems, unterstützende Wirkung bei degenerativen Krankheiten).

Tipps bei rheumatischen Beschwerden:

  • Körper entsäuern mit Basenpräparaten
  • Immunsystem stärken
  • Vitamin E (gegen Entzündungen und zum Aufbau und Erneuerung der Zellen)
  • Schwarze Zuckerrohrmelasse (Basenmittel und Vitalstofflieferant)
  • Omega-3-Fettsäuren (Fischölkapseln wirken entzündungshemmend)
  • Blütenpollen (aktivieren den Stoffwechsel, Vitalstofflieferant)
  • Spirulina-Algen (Basenmittel, Vitalstofflieferant)

Der Rheumatiker kann den Heilungsprozess unterstützen, indem er sich auch auf seelisch-geistiger Ebene entsäuert. Ich rate ihm, sich mit Liebe, Lebensfreude, Schönheit, Licht, Harmonie, Friede und Ausgeglichenheit, Toleranz, Wahrheit, Grosszügigkeit, positiven Gedanken und innerer Zufriedenheit auseinanderzusetzen und zu versuchen, das Leben in diesem Sinne zu geniessen.

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Toni Moser
Eidg. Dipl. Drogist
Fachberater für Naturheilverfahren, Rothenburg/Luzern

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