Spagyrik bei Ängsten

Ängste bedeuten, dass der betroffene Mensch das Vertrauen in den Fluss und Fortgang des Lebens verloren hat.

Ängste sind beim Menschen kein seltenes Thema. Es ist statistisch erwiesen, dass 25% der Menschheit im Laufe ihres Lebens eine Angststörung bekommen, und jeder siebte Mensch befindet sich gerade wegen einer Angststörung in Behandlung. Trotz der weiten Verbreitung dieses Problemthemas sind über 40% aller Angst-Patienten in keiner Behandlung. Mit der Naturheilkunde, insbesondere der Vielfalt der möglichen spagyrischen Essenzen zu diesem Thema ist das Potential einer erfolgreichen Behandlung sehr gross. Die Differenzierung der einzelnen Essenzen ist für einen Erfolg von grosser Bedeutung.

Ängste gehören zum Leben wie Fröhlichkeit, Lachen, Sehnsucht, Traurigkeit und Weinen. Unser Seelenleben ist sehr feinfühlig. Wenn nur Ängste dominieren, leidet unser ganzer Organismus darunter. Natürlich brauchen wir ein gewisses Mass an Angst, damit wir uns schützen können, sei das körperlich, seelisch oder geistig bedingt. Wir sind mit unseren Ängsten nicht allein, jeder Mensch macht mit dem Thema Angst seine ganz persönlichen Erfahrungen.

Bei länger andauernden Angstzuständen geht das Urvertrauen und das Vertrauen in die «innere Stimme» verloren. Die seelische und geistige Weiterentwicklung wird durch Ängste gebremst, Verstand und Gefühl kommen sich in die Quere, belasten sich gegenseitig und führen mit der Zeit auch zu körperlichen Erkrankungen. Wir haben verschiedene Möglichkeiten, mit Ängsten umzugehen. Wir können sie unterdrücken, ausleben, ignorieren, uns damit belasten oder uns mit Naturheilmitteln helfen lassen damit umzugehen und sie zu therapieren.

Ängste haben auch Einfluss auf das körperliche Befinden. Sie lähmen den Organismus in der Psyche und das ganze Nervensystem, führen zu Stoffwechselproblemen und Verkrampfungen. Die Ausscheidungsorgane werden in ihrer Entgiftungsfunktion behindert. Unser Seelenleben wird belastet mit der Thematik «Loslassen können» und die geistige Ebene wird blockiert, indem sich die Gedanken immer wieder in die vorhandenen Ängste verbohren.

Angst ist keine Krankheit, sondern bei zu übertriebenen Ängsten ein Fehlverhalten auf seelisch-geistiger Ebene. Wir können selber entscheiden, wie wir mit unseren Ängsten umgehen, wir können sie verdrängen, sie bewusst annehmen und verarbeiten oder uns ihnen ergeben.

Ein guter Therapeut versucht, dem betroffenen Menschen zu helfen, dass er mit seinen Ängsten wie z.B. Furcht, Flugangst, Platzangst, Prüfungsangst, Heimweh, Angst vor Tieren, Angst zu versagen, Todesangst etc. besser umgehen und sie lindern kann. Menschen, die von Ängsten geplagt werden, empfehle ich, sich folgendes Gedankenmuster einzuprägen: Ich liebe und akzeptiere mich und traue dem Prozess des Lebens. Ich bin in Sicherheit.

Tipps:

bei allgemeinen Angstzuständen:

Spagyrische Essenzmischung mit Aconitum, Gelsemium, Piper methysticum, Pulsatilla und Cuprum oxydatum (Tenorit, Element Luft).

Bei spezifischen Ängsten kann die Mischung ergänzt werden: Furchtreaktionen (Belladonna), Flugangst (Cimicifuga), Platzangst (Cimicifuga, Lycopodium), Prüfungsangst (Humulus, Mandragora, Hypericum), Heimweh (Chamomilla, Humulus).

 

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Toni Moser
Eidg. Dipl. Drogist
Fachberater für Naturheilverfahren, Rothenburg/Luzern

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